Sehr geehrte Kolleginnen, sehr geehrte Kollegen,

anlässlich der Pressemitteilung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 22. November 2018 „Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs künftig als organisiertes Programm“ möchten wir Ihnen die aktuellen Informationen zukommen lassen (www.g-ba.de).

Der G-BA hat jetzt in der oben genannten Sitzung die Eckpunkte für das zukünftige organisierte Zervixkarzinom-Screening festgelegt. Der Beschluss wird nach Prüfung durch das Bundesministerium für Gesundheit Anfang Januar 2019 im Bundesanzeiger veröffentlicht und tritt am Folgetag in Kraft. Die Einführung des organisierten Zervixkarzinom-Früherkennungsprogramm bei Frauen ab dem Alter von 35 Jahren soll nun zum 01.01.2020 erfolgen. Die klinische Untersuchung zur Früherkennung von Krebserkrankungen des Genitales und der Brust bleibt erhalten. Frauen ab einem Alter von 20 Jahren haben unverändert Anspruch auf eine jährliche zytologische und klinische Untersuchung im Rahmen der Krebsfrüherkennung.

WICHTIGE ECKPUNKTE

  • persönliche Einladung durch die Krankenkassen, erstmalig im Alter von 20 Jahren, dann alle fünf Jahre bis zum Alter von 65 Jahren (zusätzliche Zusendung einer altersbezogenen Versicherteninformation und Information zur Datenverarbeitung) werden ab 01.01.2020 versandt.
  • zunächst kein festgelegtes Alter für Beendigung des Screenings
  • bei Frauen ab 35 Jahren Screeningverlängerung auf drei Jahre als kombiniertes Screening mit HPV-Testung
  • zytologische Untersuchung kann mittels konventioneller Abstrichmethode oder Dünnschichtverfahren erfolgen
  • Abklärung auffälliger zytologischer und HPV-positiver Befunde nach empfohlenen Algorithmen (wird Ihnen nach endgültiger Festlegung gesondert zur Verfügung gestellt)

Wir freuen uns auf eine weiterhin gute und persönliche Zusammenarbeit und werden Sie auch in Zukunft zeitnah über die neuesten Entwicklungen und Informationen bezüglich der Krebsfrüherkennung des Zervixkarzinoms an dieser Stelle informieren.

Mit herzlichen Grüßen
Katja Engel und Jan Patzke